DAS
WILDE
BASTELN



Kontakt

Referenzen

2007-09 JugendKunstSchule Dresden: HolzWerk-Angebote
2007-10 Sächs. Landesstiftung Natur und Umwelt, Familienumwelttage: Spalten und Gestalten; Feuer!
2007/08 Museum der Westlausitz: Schnitzen im Advent
2008/09 Elbhangfest: Wald- und Wiesenwerkstatt
2008/09 BIP Kreativitätsschule: Schnitzen mit Grundschülern
2008-10 Folk- und Tanzfest Hohnstein: Mitmachwerken
2008-10 Montessorischule Huckepack: HolzWerken (GTA)
2008-10 Platanenschule: Gestalt + Experiment (GTA)
2008-11 Waldschultage: Wald/Gestalt - Hüttenbau
2008-11 dingzwinge SchnitzKids: Holzgestaltung mit Kindern
2008 GS Mohorn, Projektwoche: Besenbinden
2009 GS Wilsdruff, Ritterfest: Schnitzen
2009 Dresdner Philharmonie: Besenbinden (Ausstattung)
2009 dingzwinge Sommerprojekt: Feuer!
2009/10 GS Hosterwitz, Schulfest: Schnitzen
2009-11 GS Weißer Hirsch, Waldwoche: Waldzeichen; Feuer; Heidemaler
2010/11 Institut für zugewandte Pädagogik: Referent
2010/11 dingzwinge SchnitzKids: Wald und Werkzeug
2010 Kita Spitzwegstraße: Schnitzen mit Vorschulkindern
2010 Kita "Haus der fröhl. Kinder": Spalten und Gestalten
2010 Sächs. Landesstiftung Natur und Umwelt "Pieter Brueghels Kinderspiele"
2011 Technische Sammlungen Dresden: Familiensonntag


Programm

Besenbinden
Besenbinden

Die ich rief, die Geister, werd' ich nun nicht los..., mag manch einer rufen, der sich ans Besenbinden macht und glaubt, das sei eine kinderleichte Sache. Weit gefehlt. Wer einen Besen binden will, braucht Kraft und muss schnitzen können. Zuerst wird eine Vorspannung erzeugt, dann folgt die Bindung mit Weide, Peddig oder Draht. Zu guter Letzt wird der Stiel kräftig eingeschlagen, was die Festigkeit erhöht. Ein brauchbares Projekt, das seine Nützlichkeit beim abschließenden Fegen erweist.

Baumfäller
Baumfäller

Fällen, Spalten & Gestalten ist ein forstlich-bildhauerischer Streifzug. Alles, was aus Holz ist oder aus Holz gemacht werden kann, ob Energie, Papier oder Brett, war einmal eine lebendige, vitale, riesenhafte Pflanze. Ein Baum muss erst gefällt werden, um aus ihm "nutzbares" Holz zu gewinnen. Natürlich steht der Spaß im Vordergrund, als Holzfäller mit Axt und Säge zu arbeiten. Ein Kräftemessen mit einem wirklich starken "Gegner"! Anschließend kann geschnitzt, gefeilt und behauen werden, was das Zeug hält.

Nasenflügler
Flugobjekte

Vom Nasenflügler zum Kastendrachen ist ein herbstliches Angebot zwischen Biomechanik und Freude am Spielen mit Luft und Wind. Welche ausgeklügelten Flugmechanismen Ahorn, Weißbuche, Linde, Tanne, Esche und andere Pflanzen entwickelt haben, um ihr kostbares Erbgut möglichst breit zu verstreuen, wird spielerisch erforscht. Dabei gestalten wir "physikünstlerische" Rotoren und Flugobjekte aus Holz und Papier, z.B. Sinkflugkreisel, Drachen, Bumerang, Propeller und Wurfpfeil.

Flöten
Flöten

Flöten
Ob aus Holunder, Weidenrinde, einer Filmdose, einem Knochen oder einer Möhre - wir bringen alles zum Flöten. Dabei geht es uns nicht ums perfekte Musikinstrument; wenn eine Flöte überhaupt einen Ton von sich gibt, dann hast du schon gewonnen! Und sollte deine Flöte einmal flöten gehen, baust du dir einfach eine neue Flöte. (Zumal die Weiden- oder Frühlingspfeifchen sowieso nur Eintagsflöten sind. Sie trocknen zusammen und funktionieren nicht mehr. So ist das Flötenbauen ein alljährlich wiederkehrendes Ritual.)

Waldbilder
Waldmaler

Waldmaler
Bilder haben etwas Magisches - sie halten Momente fest, fixieren Gedanken und Geschichten, übermitteln Gefühle, drücken die Sorgen oder die Freude, die Lebenssicht eines Künstlers aus. Bilder verfügen über eine Sprache ohne Worte, ähnlich wie Musik, die uns direkt berührt, ohne einer Erklärung zu bedürfen.
Die ältesten Höhlenmalereien der Menschheit sind über 25000 Jahre alt, wir können sie heute noch bewundern.
Als Waldmaler greifen wir auf ähnliche Materialien wie die Steinzeitmenschen zurück und malen mit Erde, Pflanzen, Holz, Kreide, Stein und Kohle ... Die Bindemittel, die wir brauchen, damit die Farbe klebt, stellen wir uns selber her. Ebenso die Werkzeuge, wie Spachtel, Pinsel und verschiedene Malmittel. Wir malen auf Holzbrettern, die stabil genug sind, um sie zum Arbeiten auf den Boden zu legen und später sicher in unsere "Wohnhöhlen" zu transportieren. Schließlich sollen sie dort die nächsten 25000 Jahre hängen bleiben ...


Stärkeaufschluss und -verarbeitung

Stark, Stärker, Stärke...
Woher nehmen die Pflanzen ihre Kraft?
Was treibt sie an, wenn sie in die Höhe "schießen"?
Das Phänomen des Wachstums zu erklären wird uns nicht gelingen, aber wir dürfen staunen angesichts spannender Experimente rund um das Thema Stärke. Eine Kartoffel soll alleine den Weg aus einem finsteren Labyrinth finden? Wir werden sehen. Mit Stärke soll man kleben können? Wir probieren's aus. Papier soll essbar sein? Wenn man's so macht wie wir, dann guten Appetit. Kartoffeln können leuchten? Mit ein paar Tricks geht geht uns ein Licht auf.


Schnitzen, was das Zeug hält

Schnitzen!
Hast Du schon mal etwas vom Dechsel gehört, von Beitel, Klüpfel, Schnitzbeil, Löffeleisen, Schälmesser, Ziehbank? Ob unter freiem Himmel oder in der Werkstatt - hier entstehen die tollsten Träume aus (frischem) Holz. Bleistifte, Buttermesser, Bumerang, Stricknadeln, Werkzeugstiele, Kerzenleuchter, Federkraftmobile, Samuraischwerter, Kugelfische, Mammuts, Elchheringe, Löffel, Schmuck, Löwenzähne, Brieföffner, Puppen, Schalen, Nussknacker, Spielfiguren, Engel, Räuchermännchen, Knalleier, Melkschemel, Talglichter, Futterhäuschen, Nistkästen, Wurfpfeile, Zwillen, Wanderstöcke, Bilderrahmen, Laubrechen, Messergriffe, Feuerzeuge, Schreibfedern, Schatzkästchen, Windräder, Spindeln, Propeller, PfeilBogen, Brücken, Stelzen, Knallbüchsen, Flöten, Schwirrhölzer, Gabeln, Würfel, Kugeln, Angeln, Hosentaschenbeißer, Kreisel, JoJo, Zauberstäbe...
Hier geht alles (oder nichts).


Eisengallustinte

Gift und Galle...
Was so unangenehm klingt, ist in Wahrheit ein uraltes Schreibtintenrezept, das auch heute noch der Unterzeichnung von Staatsverträgen verpflichtet ist. Man nehme: etwas Gift (eine ziemlich harmlose Eisenverbindung; selbst hergestellt -> Achtung: Chemie!), eine Handvoll Galle (an verschwiegenen Orten aus Eichenäpfeln destillierter Tanninextrakt) und weitere (ungefährliche) Zutaten: fertig ist das Zauberbräu! Das Beste aber kommt noch: ein spezieller, nicht-benannt-werden-wollender Vogel liefert uns den Federkiel, den wir (pst!) so präparieren, dass mann damit schreiben kann! Das Projekt ist (flüster!) so geheim, dass es fast politisch ist, weil es die nächsten paar Jahrhunderte übersteht!

Schreibgerät
Schreib- und Malgerät

Pinsel, Bleistift, Feder...
... sowas kennt doch jeder! Die beste Tinte oder Farbe nützt uns noch wenig ohne ein Werkzeug, mit dem sich Texte schreiben und Bilder malen lassen. Aber hast du schon mal selber einen brauchbaren Pinsel aus Holz hergestellt? Oder aus einem echten Federkiel eine Schreibfeder geschnitten? Einen Bleistift geschnitzt oder Holzkohle zum Zeichnen hergestellt?


Buchenstabbuchstabenstifte

Vom Buchenstab zum Buchstaben
Die Alten schrieben keine langen Texte, sondern ritzten ihre Botschaften, Sprüche und Weissagungen in Buchenstäbe. Die Gestaltung dieser Zeichen greift auf wenige Mittel zurück: vertikale oder schräg gestellte Einkerbungen. Im Nachvollziehen dieser Schnitz- und Ritztechnik erlernst du die Gesetzmäßigkeiten künstlerischen Gestaltens in Abhängigkeit von Material und Werkzeug. Ein eigenes Zeichensystem wird erfunden; und losgelöst vom Mythos dieser Symbolsprache hast du den Weg vom Buchenstab zum Buchstaben entdeckt.


Waldzeichen

Im Zeichen des Waldes sind wir unterwegs, um den alten Spuren der Wegzeichenschneider zu folgen. Leider ist dieser Berufsstand vor über hundert Jahren ausgestorben, aber seine Hinterlassenschaften haben sich in einigen wenigen Bäumen der Heide erhalten können. Zum Glück für uns, die wir uns per pedes oder per pedales auf die Socken machen, das Geheimnis dieser Zeichen zu ergründen.


Bäume und Träume

Der Baum, mein Freund
Bäume bleiben, während sich vieles verändert. Bäume altern mit uns, aber sie werden älter. Bäume tragen Botschaften, Signets, Verewigungen. Bäume gliedern den Garten oder die Landschaft, markieren Standorte, bilden Mittelpunkte, spenden Schatten. Bäume machen Städte lebenswert, erfreuen das Auge, regen an, sind Inspirationsquell und Erfrischung. Bäume sind Lastenträger, Behausung, Geschichtsschreiber, Lieferanten. Bäume sterben im Stehen. Wir wollen uns dem Baum als "Kulturgut" nähern, seine Mythen kennenlernen, Geschichten und Gedichten lauschen. Wir schauen Bilder und Dias an, wir zeichnen, malen, fotografieren, (be)schreiben, messen, analysieren, forschen.


Baumkletterer

Baumklettern macht nicht nur Kindern Spaß. Die Bäume sind aufgrund ihrer Höhe Ehrfurcht einflößende Gestalten. Als Archetypen des tragenden Prinzips von Stütze und Last laden sie zum Beklettern geradezu ein. Mit Gurt, Helm, Seil und Karabiner geht es bis in lichte Höhen; dort sind die Schwingungen des Holzes spürbar, dort erleben wir das Miteinander von Lust und Gefahr, Freiheit und Furcht. Um die Rinde nicht zu verletzen, verwenden wir schonende Methoden, die das Seil sicher im Baum ein- und am Ende wieder ausbauen helfen.

Gefäße
Gefäße aus Fichte und Birke

Rindengefäße
Wie wohl die erste Tasche der Welt ausgesehen haben mag? Wir kennen aus einem archäologischen Fund bei Leipzig eine Tasche aus Rinde, die ist über 5000 Jahre alt! Da sind sogar noch Schnüre dran, die man auch aus Rinde hestellen kann. Wahrscheinlich hat man die Tasche für den Wassertransport gebraucht. Wie man mit einfachsten Mitteln kleine, aber feine Gefäße aus der Rinde von Bäumen zaubern kann, soll diese Auseinandesetzung zeigen. Es fühlt sich fast wie Leder an, was wir hier verarbeiten - vielleicht wird ja ein richtig edles Handtäschchen daraus?


Feuer

Feuer und Flamme für einen pyropädagogischen Exkurs: Das heiße Element übt auf Groß und Klein eine geradezu magische Anziehungskraft aus. Feuer zu entfachen zählt wohl zu den bedeutendsten Leistungen der Menschheit überhaupt. Und ohne Feuer, denken wir mal an die Sonne, wäre hier sowieso nix los. Diesem Gedanken spüren wir nach, wenn wir bohren, sägen, schlagen, pumpen, reiben, bündeln, Ofen bauen, Bronze gießen... Wir lernen auch etwas über die Verbrennungsphasen, Feuertypen und -verwendung, und nicht zuletzt: die Sicherheit. Auch das Löschen will gelernt sein.


Bogenbauer

Bogenbau und -schießen
Die Archaik des Zielens unter Anspannung, die Einheit von Ruhe und Kraft, Hand und Auge, das Wegschnellen des Pfeiles (oder wie es der griechische Paradox-Philosoph Zenon zu sagen liebte: der Pfeil RUHT seinem Ziel entgegen), das sind Phänomene, die in ihrer unscheinbaren Komplexität (fast) jedermann begeistern. Wir eifern unseren steinzeitlichen Meistern nach, fertigen einen Langbogen an, "tapern" und "tillern" mit Axt, Zieh- und Schnitzmesser, erlernen das feinfühlig-exakte Arbeiten mit der Ziehklinge, knüpfen eine "Flämisch Spleiß"-Sehne, befiedern Pfeilschäfte und, ah, endlich, ... schießen.

Speer und Schleuder
Speer und Schleuder

Wurfspeer und Speerschleuder
Wir konstruieren einen Wurfspeer mit Schleuder. Das ist gar nicht so einfach. Wo muss der Schwerpunkt hin, wie befestigt man das "Leitwerk", wie stabil darf der Speer sein, damit er im Verhältnis zur Wurfkraft des "Atlatl" (Schleuder) die optimalen Flugeigenschaften bekommt? Ein Projekt, dass über diese so scheinbar unscheinbare "Erfindung" unserer steinzeitlichen Vorfahren staunen lässt, denn selbst ungeübte Schleuderer schaffen damit locker 50 Meter. Dabei spielt es nicht unbedingt eine Rolle, ob der Speer wie das Original befiedert ist - Materialien, die gerade zur Verfügung stehen, wie Moosgummi, Leder, Pappe o.ä. tun's auch. Lustig ist auch ein Faden, der anstelle von Federn im Schlepptau hängt!


Nesselfasern

Nessel-Sucht
Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Großen Brennnessel, Urtica dioica. Natürlich kennen wir die Tricks, die Pflanze so zu ernten, dass wir uns nicht "verbrennen". Wie man aus der Nessel die Zellulose-Fasern löst, um daraus Zwirn, Strick und Seil zu drillen, das kann in dieser Material-Studie erfahren werden. Aber auch andere Anwendungen sind möglich: Papier aus Nesselfasern schöpfen, ein Leichtbau-Gestänge aus den raffiniert konstruierten Trieben. Sogar ein kleiner Flugdrachen, nur aus Nesselmaterialien hergestellt, wurde schon erfolgreich getestet.


Pinhole-Fotografie

Camera obscura ist die lateinische Übersetzung von "dunkle Kammer" oder "dunkles Gewölbe". Wir begeben uns in das Innere eines Fotoapparates, hängen eine Leinwand auf (das entspricht der Filmebene) und schauen uns an, was in der Welt vor der Linse so los ist. Wenn dann noch draußen jemand winkend Modell steht, oder mehrere Kinder z.B. eine Ritterschlacht aufführen, dann ist das im Inneren wie Kino kucken! Nachhaltiger ist freilich die Anfertigung einer speziellen Lochkamera, die mittels extrem einfacher Mechanismen die gewünschten Motive auf lichtempfindliche Materialien projiziert und (nach dem chemischen Entwicklungsprozess) als Foto verewigt (pinhole-Fotografie).

Instrumente
Instrumente

Geräuscherzeuger
Krach machen wir gern, klar, Musik ist ja auch nicht viel anderes als kultivierter Krach. Die Krachmacher müssen wir natürlich erst einmal herstellen, da gibt es viele schöne Dinge: Schwirrholz, Knallbüchse, Quermöhre, Weidenpfeife, Nusszwitscher, Trommel, Holzhorn, Autofeder-Triangel, und wenns sein muss, kann man auch mit einem Fahrrad Schlagzeug spielen!


Nussmühle

Kinderspiele
Das Bild gleichen Namens von Pieter Bruegel stand Pate für diese Projektidee. Das Kinderspiel als Kulturträger soll im Mittelpunkt der Untersuchung stehen. Ob Kreisel, Murmel oder Puppe, am Spiel der (jüngeren) Kinder hat sich seit Jahrhunderten wenig geändert. Von den insgesamt über 80 im Gemälde katalogisierten Spielarten wollen wir uns einige näher anschauen, das entsprechende "Zeug" nachbauen und nicht zuletzt viel Spaß beim Ausprobieren haben.


Waldhöhlen

Buden bauen
Ein Professor sagte einmal, Häuser seien so etwas wie aus der Erde gezogene Höhlen. Wir wollen Buden bauen, die tatsächlich "wie aus der Erde gezogen" sind, klein, versteckt, an Baum oder Hang geschmiegt, unsichtbar. Der Vorteil kleiner Buden liegt darin, dass sie auch innerhalb weniger Stunden fertig werden. Links sind Buden zu sehen, die mit einer vierten Klasse innerhalb von ca. 2,5 Stunden entstanden sind, jede gerade groß genug für 1-2 Personen. Ein besonderer Reiz besteht darin, die Buden am Ende wieder zurückzubauen, das heißt, dass die "Dinge", die wir uns vom Wald geborgt haben: Stöcke, Äste, Laub usw., am Ende wieder dorthin zurückgelangen.


Seile aus verschiedenen Materialien

Strick und Seil
Alles, was faserig ist, kann zu Garn, Strick und Seil verarbeitet werden. Faserige Materialien liefert uns die Natur als Rinde, Stroh, Gras, Nesseln, Hanf, Flachs, Wurzeln, Wolle, Haar usw., aber auch "Halbzeuge" wie Stoffreste, Papier, Garne, Leder und anderes kann verzwirnt, gedrillt und verseilt werden. Wir nähern uns diesem faszinierenden, jahrtausendealten Handwerk erst mittels Finger-Drilltechnik, dann unter Zuhilfenahme einer Handspindel, später mit einer selbstgebauten Seilmaschine. Wie man ein Auge spleißt, Knoten knüpft oder der Liebsten mit einem Seil seine Liebe erklärt, darum geht es nebenbei auch.

Kreisel
Herzkreislauf, Farbmischer, JoJo ...

InspirOTation
Frei nach Nietzsche: "Die Geburt des Spielzeugs aus dem Geiste der Umdrehung" - so könnte das Credo einer Untersuchung lauten, die sich mit rotierenden Gegenständen befasst. Wir sind umgeben davon: Auto, Propeller, Quirl, Pürierstab, Fahrrad, CD-Spieler, Bumerang, Windrad, Generatoren, ja der Globus selbst: alles kreiselt! Dinge "stehen" auf dem Kopf, fliegen auseinander, eiern herum, "nur" weil sie sich drehen. Staunend geben wir uns diesem Experimentierfeld hin: wir bauen einen Sinkflugrotor und einen Stieleispropeller, ein Windrad, ein HuiHui, einen Orangenkreisel, einen Minimotor, probieren Reifentreiben und Peitschenkreisel aus, bohren Löcher ...


Der Weiße Lichtbaum

Von der Krone bis zur Wurzel - Lichtbaum Birke
Was man alles aus der Birke machen kann, soll in diesem Projekt erforscht werden. Die Zweige sind zum Besenbinden gut, aber man kann auch Limonade daraus zubereiten. Die Blätter werden zu Tee, Birkenwasser lässt die Haare spriessen und schmeckt auch gut, aus dem Kambium kochen wir Spaghetti. Die Rinde können wir für viele Zwecke nutzen: Gefäße, Streifen zum Flechten, Fackeln, Messerscheiden, Birkenpech, Zunder zum Feuermachen, Papier u.a. Das Holz liefert gutes Schnitzmaterial, z.B. für Löffel.


Engel

Funktionsengel
Kennst du die Geschichte von dem ungeschickten Engel?
- Es war einmal ein Engel, der hatte zwei linke Flügel.
Oder die von dem Schutzengel?
- Es war einmal ein Engel, der konnte Karate.
Oder die von dem Engel, der sich in eine Flügelmutter verliebte? Oder die von dem Engel, der immer wieder kommt, weil er ein Bumerengel war? Oder die Engelgeschichte, die nur du allein kennen kannst, weil du sie erfindest, wenn du DEINEN Engel baust!

wassertropfen
Wassertropfen

Ein Tropfen auf den heißen Stein
"Wasser hat, das hatter": Zusammenhalt. Eine ungeheure Kraft nach innen lässt den Tropfen nicht einfach abreißen, sondern sich wie an einem Faden herablassen, sich einschnüren, wieder einschnüren, noch einmal und noch einmal, bevor es endlich "pling" macht. Mit Wasserschüssel und Nähnadel kann man einen Kompaß bauen, mit Wasser und Druck eine Rakete in den Himmel schicken, in einem Pappbecher Wasser zum Kochen bringen, und natürlich: Boote mit Gummi- oder Luftdruckmotor, Wasserräder, Leitungen und Wasserhebevorrichtungen bauen!
Ob es uns gelingt, über das Wasser zu laufen?

Ich habe Glut
Ich habe Glut

Ich habe Glut
Was für ein Satz! Über die kindliche Besitzstandsanzeige des "Glut-Habens" hinaus ist dieser Tagebucheintrag eines Viertklässlers natürlich ein tolles Statement. Glut schwelt im Stillen vor sich hin, sie ist das Transportmedium des Feuers, versinnbildlicht gleichermaßen glimmende Leidenschaft, heißes Kalkül und Entschlusskraft mit Langzeitwirkung. Bei Ötzi fand man ein Gefäß aus Birkenrinde für den Gluttransport; im Mittelalter gab's das Sonnenwendritual des Gluttragens mit Fackeln. Erst machen wir Feuer, dann versuchen wir, die Glut am Leben zu erhalten, legen Kräuter auf, Harze, Wacholderzweige, Eschensamen. Wie das duftet!

Messer
Messer

Messer selberbauen
Der Opa sagte manchmal: ein echter Junge hat immer ein Messer, einen Strick und ein Streichholz dabei. Das Messer wollen wir selber bauen! Vom Entwurf über das Zurichten des grünen Holzes mit der Axt bis hin zum Brandzeichen im Griff gestaltest du ein unverwechselbares Werkzeug. Die Klingen sind scharf, und wenn man damit schnitzen will, sollten sie es auch bleiben. Deshalb baust du einen Schneidenschutz dazu. Wer sein Messer pfleglich behandelt, wird viele Jahre daran Freude haben und es vielleicht später an den Enkel weitergeben. Ein Training im Schleifen und Abziehen der Klinge rundet dieses komplexe Projektangebot ab.

Fahrraddrechselbank
Am Rad Drehen

Die ultimative Fahrrad-Drechselbank
Wozu ein Fahrrad gut ist, das wissen wir alle. Aber das ist längst nicht alles! Was man mit einem Fahrrad noch machen kann, zeigt diese mobile Wald-und Wiesen-Werkstatt. Eine Kettentransmission treibt einen Spindelstock an, und es entstehen aus dem Sattel kleine Kreisel (im Bild links oben) und andere Kunstwerkchen. Sogar Möhren wurden damit schon geschält, in kugelige Form gebracht und an die Zuschauer "verdrechselt". Die Wald- und Wiesenwerkstatt ist im Nu aufgebaut, kommt überallhin und kann auf Wunsch auch zur Mitmachwerkstatt für Kinder erweitert werden.

Fundholz
Findesign

Findesign
Hast du einen Blick für all die Dinge, die um dich herum zu finden sind? Kleine Kiesel, "Kjökkenmöddinger", verdrehte Äste, "odds and ends", Spülsaumholz und und und. Wir sammeln feine Stücke und verarbeiten sie zu wundersamen Figuren, Fahrzeugen, Objekten, Tieren...